Rennradmuseum Hüttlingen

Thai Do – der Fahrradexperte und Sammler – Fahrradmuseum Hüttlingen

Mit Thai Do haben wir auf der Ostalb einen Fahrradexperten, der die Fachwelt erstaunt - Thai Do Fahrradmuseum Hüttlingen


Thai Do hat nun ein Fahrradmuseum in Hüttlingen eröffnet. Seit vielen Jahren kenne ich Thai Do nur vom Hören und Sagen.
Früher ist er auch in den regionalen Wettkämpfen Rund um Ellwangen z.B. beim Ellwanger Triathlon stets dabei gewesen. Jürgen Hauber unser damaliger Deutscher Meister der Triathlon-Langdistanz im Jahre 1995 postete ab und zu Bilder von Thai auf Facebook. Zuletzt wurde ich in unserer Tageszeitung mit einem Bericht vom neu errichteten Fahrradmuseum Hüttlingen wieder auf Thai aufmerksam. Somit war klar – jetzt wird es endlich Zeit den Rennradenthusiasten persönlich kennen zu lernen.

Bianchi 1948 von Thai Do

Sein ältestes Fahrrad ist ein 1948er Bianchi aus dem Team Fausto Coppi. Auf diesem Rad wurde außerdem die erste Campagnolo-Schaltung montiert. Da war nichts mit bequemer Schaltung am Unterrohr oder wie heute üblich am Lenker. Der Fahrer musste weit nach hinten greifen um die 5 Gänge mit einem Umwerfer schalten zu können.

Kontaktaufnahme zu Thai Do

Bereits beim ersten Telefonat mit ihm hat es mich vom Hocker gehauen. Ich erzählte ihm von meinem Villiger Rennrad, welches den Namen Pascal Richard trägt. Wie aus einer Datenbank sprudelte es aus Thai heraus: Pascal Richard, geboren 1964 war ein berühmter Schweizer Rennradfahrer. Er war Olympia-Sieger beim Straßenwettkampf 1996 in Atlanta. Dein Villiger ist grün Schwarz. Und wenn ich ihn nicht unterbrochen hätte, dann hätte mir Thai wohl noch gesagt wie viele Speichen die Marvic-Felgen haben und welche Conti-Bereifung damals aufgelegt wurde.

Peng, das saß! Und ich dachte mein Wissensstand ist überdurchschnittlich. Als Fachmann für Radreisen mit einem der größten Radreiseprogrammen in Deutschland kann ich wohl mitreden. Als Sportler und Ironman bin ich sehrwol Kenner der Fahrradszene und des Rennradsports. Dachte ich! So kann man sich überschätzen. Gegenüber Thai Do bin ich ein ABC-Schütze. Und das bin ich gerne, denn mit einer derartigen Hingabe zum Radsport und zum Sportgerät Rennrad gibt es in der Fachwelt nur wenige. Thai gehört unweigerlich dazu.

Radprofis wie Jan Ulrich, Andreas Klöden so wie berühmte Triathleten wie Daniel Unger usw. zählen zu seinem Freundeskreis. Das Thai Do Fahrradmuseum Hüttlingen ist ein Erlebnis! Nicht nur die Räder die zu sehen sind. Die “Datenbank” Thai Do ist es ebenfalls.

Thai Do Fahrradtrikots

Zahlreiche handsignierte Radtrikots hängen an der Wand.

Am Tag des Besuches

Endlich war es so weit. Am vergangenen Samstag bin ich nach Hüttlingen gefahren um Thai Do in seinem Fahrradmuseum kennen zu lernen. Hierzu hat Thai bei seinem Freund Wolfgang Mangold, der Inhaber des Radgeschäfts „Bikes and More“ ist in seiner großen Halle Platz für einen Teil seiner Räder erhalten. Beim Betreten der Halle kam mir sofort das berühmte Radmuseum „Museo del Ciclismo“ in der Nähe des Comer Sees bei Bellagio in den Sinn. So viele Räder auf einem Haufen, unzählige signierte Radtrikots an der Wand, das ist ja fast nicht zu glauben. 

Die Italiener, aber auch andere Radsportnationen würden ausrasten, wenn Sie einen Thai Do mit seinen Rädern um die Ecke hätten. Hier wäre es ein nationales Anliegen, dass für diese Schmuckstücke ein Radmuseum gebaut werden würde. Auf der Ostalb ist man hier eher etwas zurückhaltend und sieht die Sammlerleidenschaft von Thai mit einer „gelassenen Sachlichkeit“. Nein, ich bin fast ausgeflippt als ich seinen Museum-Schatz sehen und erleben durfte.

Die Zeitfahr-Rennmaschine von Jan Ulrich aus dem Jahr 2003. Jan Ulrich gewann bei der Tour de France das Einzelzeitfahren von Gaillac nach Cap’Découverte

Im Gespräch bzw. Interview mit Thai Do

Thai Do, zwischenzeitlich ein „Urschwabe und Ostälbler“ der mit dem Rettungsschiff Cap Anamur Ende der 70er Jahre von Vietnam nach Deutschland kam hat sich einen Namen gemacht. Er ist in der Radsportszene mehr als bekannt, geht bei internationalen Radställen ein- und aus und ist einfach bodenständig geblieben. Er verfügt über ein unglaubliches Fachwissen und hat ein riesiges Netzwerk rund um den Globus. Die 2 Stunden in Hüttlingen vergingen wie im Flug. Thai kennt die Radsport-, Lauf- und Triathlonszene von der Ostalb genau so wie die internationale Sportbühne.

So war es nicht verwunderlich, dass wir zuerst über die Urgrößen unserer Heimat sprachen. Hier zu aller erst über Jürgen Hauber, dem Thai aber auch ich viel zu verdanken haben. Jürgen hat mich Anfang 2000 zum Triathlon gebracht. Aber auch der Schwäbische Albmarathon–Hero Jürgen Wieser war Gesprächsthema. Es ist unglaublich, wen Thai so kennt. Und über jeden hat er eine Geschichte parat. Thai Do hat in seinem Fahrradmuseum Hüttlingen so viele Geschichten auf Lager. 

Bedingt durch seinen Beruf als Außendienstmitarbeiter beim Reifenhersteller Continental hat er Kontakt zu nahezu allen Profiteams dieser Welt. Thai weiß wie der Rennradmantel eines Profiteams auszusehen hat und vor allem beschaffen sein muss.  Egal ob der Reifen goldig, lila, rot oder schwarz sein muss. Mit der Firma Conti trifft er den „Nerv“ seiner Kunden, die ihn zwischenzeitlich schätzen und mit unzählig vielen Fahrrädern auch als Geschenk beehrt haben. 

Die Rennmaschine von Lance Armstron

Von diesem Rad gibt es nur 3 auf der Welt. Das ist das Come-Back-Rad von Lance Armstrong, die Nr. 1274 – die Tages-Zahl, die Lance Armstrong von 2005 bis 2008 Pause gemacht hat. Ein Rad steht bei Lance, eines in den USA und eines in Hüttlingen. Vielleicht Thais wertvollstes Rad?

Wir waren uns einig unter Sportlern insbesondere Rennradsportlern: Leider gibt es in der vermeintlich untersten Rennradliga die Möchte-Gern-Alles-Könner-Amateure. Das sind diese, die vor der eigenen Selbstverliebtheit es vergessen haben dem Hobbyradler einen Gruß zurückzugeben.

Das finden wir schade, der Sport soll verbinden und nicht distanzieren. Der Rad- aber auch der Triathlonsport war für Thai Do schon in den früheren Jahren ein wichtiges Bindeglied in seinem Leben. Die erfolgreichen Wettkämpfe von Jürgen Hauber hatten auch Thai bewogen in den Triathlonsport mit einzusteigen. So war er 1995 in Roth beim legendären Ironman Quelle Challenge dabei! Und das in einer ausgezeichneten Zeit von 10 Stunden 3 Minuten. Er startete damals für den MTV Aalen.  

Das Hobby, die Leidenschaft zum Radsport zu interessanten Rennradteams und der Beruf haben ihm im letzten viertel Jahrhundert zahlreiche Räder in seine Sammlung gebracht. Im Radmuseum von Hüttlingen hat er derzeit über 160 Räder und im Bodenseegebiet hat er nochmals einen Standort, so das Thai im Wahrsten Sinne des Wortes als Jäger und Sammler fast 230 Rennmaschinen sein Eigen nennt. Das ist außergewöhnlich für Deutsche Verhältnisse und für einen Privatmann. 

Das Teamrad von Andreas Klöden ist sicherlich eines seiner interessantesten Rennmaschinen. 2000 gewann Klöden auf diesem Rennrad Paris Nizza. Bei den Olympischen Spielen in Sydney war das Rad ebenso dabei. Ein Pinarello mit besonderer Schalt-Ausstattung von Campagnolo und Bora Laufrädern.

Thai mit seinem Goldrad von Ernesto Colnago. Der Italienische Rahmenhersteller hatte Thai Do bereits einmal eingeladen, weil er erfuhr, dass Thai seinen Sohn den Vornamen Ernesto gab. Das hat den berühmten Radbauer aus Italien sehr imponiert. Die Goldräder von Colnago – es gibt insgesamt nur 100, stehen in den Wohnzimmern der berühmtesten Menschen dieser Welt. Unter anderem war Papst Johannes Paul Besitzer eines dieser berühmten Räder. Nun eines ist im ganz großen Wohnzimmer von Thai untergebracht, seinem Fahrradmuseum in Hüttlingen.

Meistens am Samstag ist Thai dann in seinem privaten Rennradmuseum und führt gerne durch seine Schatzkammer. Dabei ist kein einziges Rad mit irgendwelchen Namen, Bezeichnungen oder Hinweisschildern versehen. Thai weiß zu jedem Rad eine Geschichte. Ob es das Zeitfahrrad von Tony Martin oder von Jan Ulrich, eine Rennmaschine von Lance Armstrong, Andre Greipel oder das Team- und Olympiarad von Andreas Klöden ist. Thai hat so viele Championsräder in seinem Privatstall, so dass dieser Bericht über unzählig viele Seiten gehen würde, wenn ich all die Namen und Geschichten hier berichten wollte.

Das kann ich nicht, denn in 2 Stunden war ich derart überfordert von der Flut an Informationen, die Thai mir und noch ein paar anderen Besuchern lieferte. Ich kann daher nur sagen: Hingehen und anschauen. Denn das Hüttlinger Fahrradmuseum ist mehr als ein Besuch wert!

Wenn Du Interesse an einer Führung hast, kannst Du direkt mit Thai Do telefonisch Kontakt aufnehmen:  Tel. 01707627342

Wir können Dir keine Führung organisieren.
Das Museum ist im Fahrradgeschäft von Bikes and More, Wolfgang Mangold, Kocherstraße 17, 73460 Hüttlingen.
Wolfgang der Inhaber des Fahrradgeschäftes hat folgende Öffnungszeiten:
Täglich außer Sonntag von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
Wolfgang Mangold hat übrigens ein tolles Radsortiment.

Sollten dennoch Fragen offen sein, so schreibe uns einfach per Formular .

6 Kommentare zu „Thai Do – der Fahrradexperte und Sammler – Fahrradmuseum Hüttlingen“

  1. Ein super guter und aufschlussreicher Bericht, sehr gut geschrieben, sodass man das Verlangen hat Thai’s Radmuseum zu besuchen.
    Was mir nicht so gut gefallen hat ist folgender Satz:
    ” Leider gibt es in der vermeintlich untersten Rennradliga die Möchte-Gern-Alles-Könner-Amateure. Das sind diese, die vor der eigenen Selbstverliebtheit es vergessen haben dem Hobbyradler einen Gruß zurückzugeben.”
    Vielleicht interpretiere ich ihn falsch, aber ich war in den 70ger Jahren auch Amateur, aber nie selbstverliebt.
    Trotzdem super gut und interessant geschrieben.
    Danke und sorry für die kleine Rüge, nicht böse gemeint.

    1. Hallo Horst,

      ich danke Dir für Deinen Kommentar. Nein, ich meine diejenigen, die so mit ihrem Ego, ihrem Rennradschnitt und ihrer “tollen” Form mit sich beschäftigt sind, dass sie andere Sportler, die eben nicht so schnell (so vermeintlich gut sind) nicht mehr sehen und es wirklich vergessen oder es mit Absicht tun, nicht zurück zu grüßen. Das finde ich schade. Sportler, die Sportler sind, bleiben auf dem Boden und grüßen zurück. Das ist der Unterschied. Und da gehörst Du mit Sicherheit dazu!

      🙂 Ich freue mich, wenn meine (nur manchmal) scharfe Zunge verstanden wird. Und vielleicht hat es bei manchem Rennradfahrer sogar einen Lernerfolg, weil es ihm garnicht bewusst ist, dass er arrogant rüber kommt…..

      Ja – das Museum von THAI DO in Hüttlingen bei Aalen kann ich empfehlen. Und deshalb habe ich mich aus Überzeugung einfach 2 Stunden hingesetzt um meine Gedanken über die Sammlerleidenschaft von Thai aufzuschreiben.

      Sportliche Paul

      1. Ganz kurz, nur ein Satz: ” Grüßen ist Pflicht, und wenn es nur beim bergab fahren ein kurzes Kopfnicken ist, das reicht schon.
        Gegenseitiger Respekt nennt man das.
        Gute Zeit und gute Geschäfte.
        LG
        Horst

        1. Da bin ich deiner Meinung Horst, grüßen ist Pflicht! Radsport verbindet und da sollte man sich auch gegenseitigen Respect zollen! Mein shop heißt auch deshalb Respect-for-life! Thai kennt ihn auch.
          LG
          Klaus

  2. Ekkehart Schulz

    Hallo Paul,
    Sitz hier seit 09 Uhr – immer noch im Schlafanzug – und lese Deinen BLOG mit Neujahrsansprace und Bericht über das Fahrradmuseum in Hüttlingen. Einfach toll!!
    Ich habe mich sehr darüber gefreut und werde es bald mal besuchen. Bin wieder stolz, dass ich viele Jahre bei euch mitarbeiten durfte
    Herzliche Grüße Ekke

  3. Ich war da schon und kann das Museum nur empfehlen. Ein „to Do“ im wahrsten Sinne des Wortes, für alle Enthusiasten! 🚴 #rennradliebe

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Die Gruppengröße variiert je nach Reise.

Individual Reise

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Fahrrad

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind für Fahrräder ohne Elektro-Unterstützung  geeignet. Das heißt, hier können Sie entweder Ihr eigenes Fahrrad mitnehmen oder ein Fahrrad mieten

LEVEL1 (EINSTEIGER)

Tagesleistung und Kondition: < 80 km, < 1500 Hm:

Fahrzeit:
Bis zu 4 Stunden solltest Du schon im Sattel sitzen können

Gelände: Diese Touren finden oft auch schon im alpinen Bereich statt.

MTB-Fahrtechnik: Leicht: Auch als Anfänger schaffst Du das. Du solltest Wiesenwege, Schotterstraßen und auch gut ausgebaute Wanderwege fahren können. Kleine Hindernisse wie Stufen, oder eine hervorstehende Wurzel kann vorkommen. Über Wasserrinnen zu fahren erfordert Deine Aufmerksamkeit.

Kurven:
Die Kurven sind im Normalfall leicht zu nehmen.

Gefälle und Steigung:
Gut zu meistern. Wenn es mal steil wird Beispielweise 70% dann haben wir minimale Schiebestrecken.

LEVEL 3 (KÖNNER)

Tagesleistung und Kondition: < 100 km, < 2100 Hm: Gute körperliche Fitness setzen wir voraus. Bis zu 600 Höhenmeter (aufwärts) in einer Stunde sollten Sie schaffen. Ein regelmäßiges Training ist notwendig, dass Sie Freude an der Tour haben.

Fahrzeit: Zwischen 3 bis 5 Stunden im Sattel sitzen können sollten Dir keine Probleme bereiten.

Gelände:  Meist alpines Gelände – Da wo Mountainbiken Spaß macht. Im Mittelgebirge oder Gebirge.

MTB-Fahrtechnik: Mittel bis schwer: Du solltest Dein Fahrrad schon gut im Griff haben. Wir gehen davon aus, dass Du im Jahr mit Deinem MTB im Gelände mindestens 1000 und mehr Kilometer fährst. Über Steine, Geröll, Wurzeln, Stufen und Treppen zu fahren machen Dir Spaß. Auch die Trailabfahrten erfordern hohe Konzentration und Kraft.

Kurven: mit engen Kurven wie Spitzkehren ist oft zu rechnen.  

Gefälle und Steigung: Anstiege auch mal 2 Stunden am Stück zu fahren ist für Sie keine „Überleistung“. Das Fahrrad schieben oder tragen stellt ebenso kein Problem für Sie da, wenn es zu steil aufwärts oder abwärts geht.

LEVEL 4 (“PROFIS”)

Tagesleistung und Kondition: > 100 km, > 2500 Hm: Sehr gute körperliche Fitness setzen wie voraus. 600 Höhenmeter (aufwärts) und vielleicht noch darüber innerhalb einer Stunde stellt für Sie kein Problem dar. Zur Kondition sei zu sagen: Natürlich sind wir keine Mountainbike-Profi-Sportler. Aber unser Anspruch ist schon hoch. Ein regelmäßiges Training auch im Winter ist notwendig, damit Sie Freude an der Tour haben.

Fahrzeit: Zwischen 4 bis 7 Stunden im „Sattel“ bzw. mit dem Rad im Gelände zu sein sollte Ihnen keine Probleme bereiten.

Gelände:  
Alpines Gelände – Da wo Mountainbiken Spaß macht. Im Mittelgebirge oder Gebirge. Mit Geröll, schweren Steinblöcken, Stufen, Spitzkehren, umgefallene Bäume, Hindernisse jeglicher Art usw. kennen Sie sich aus.

MTB-Fahrtechnik: Schwer bis sehr schwer: Du solltest Dein Fahrrad bestens im Griff haben. Wir gehen davon aus, dass Du im Jahr mit Deinem MTB im Gelände mindestens 1500 und mehr Kilometer fährst. Über Steine, Geröll, Wurzeln, Stufen und Treppen zu fahren machen Dir Spaß. Auch die Trailabfahrten erfordern hohe Konzentration und Kraft. Extreme Steilrampen bei denen auch das Kettenblatt aufsitzt kommen vor. Tragestrecken sind ebenso logisch und dabei.

Kurven: Mit engen Kurven wie Spitzkehren ist oft zu rechnen. Ob rauf oder runter. Fahrtechnik ist gefordert!

Gefälle und Steigung: Anstiege auch mal länger wie 2 Stunden am Stück zu fahren ist für Sie keine „Überleistung“. Das Fahrrad schieben oder tragen stellt ebenso kein Problem für Sie da, wenn es zu steil aufwärts oder abwärts geht. Verblockte Trails, Felsbrocken, Erdrutsche sind Herausforderungen, die Ihnen Spaß machen.

— — — —

Wir weisen darauf hin, dass eine 100% exakte Klassifizierung nicht möglich ist. Mit unseren Einteilungen können Sie sich eine Vorstellung machen, was Sie erwartet. Sollten Fragen offen sein, dann rufen Sie uns bitte an.

Rennrad

Gruppenreise

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Gruppenreisen. Das heißt hier reisen Sie in einer Gruppe und werden von einem Guide geführt.

Die Gruppengröße variiert je nach Reise.

Individual Reise

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Individual Reisen. Das heißt hier navigieren Sie sich selber auf der Radtour ohne Guide und ohne Gruppe. 

Unsere Leistungsprofile sollen es Ihnen ermöglichen, einzuschätzen, ob Sie in der Lage sind, diese Rennradreise körperlich zu schaff en. Mit Ihrer Buchung melden Sie sich zu einer geführten Gruppen-Radreise an. Wir betonen hier die Gruppendynamik. In der Regel begleitet ein Rennradguide unsere geführten Rennradtouren. Der Rennradguide orientiert sich am Leistungsvermögen der jeweiligen Gruppenmitglieder. Dieses kann je nach Gruppe mehr oder weniger hoch sein. Der Guide ist immer bestrebt, die in der Ausschreibung genannten Touren durchzuführen und hinsichtlich des gefahrenen Tempos den bestmöglichen Kompromiss zu finden.

Sind Sie ein äußerst starker Radfahrer. Dann kann Ihnen das gefahrene Tempo möglicherweise zu langsam sein. Wir wollen Sie nicht ausbremsen und empfehlen daher äußerst starken Radfahrern Folgendes:
Sie sollten im Besitz eines Navigationsgerätes sein und evtl. auch von Kartenmaterial (min. 1:200.000). Mit den von Launer-Reisen zur Verfügung gestellten GPX-Dateien können Sie Ihrem Fahrspaß frönen und alleine oder mit ähnlich starken Fahrern vorweg fahren. Unser Rennradguide weist Sie zu Etappenbeginn in die Strecke mit Bushaltepunkten, Verpflegungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Ziel (Hotel oder Busverladepunkt) ein. Rennradguide und Busfahrer sind – wenn nötig und Telefonnetz vorhanden – telefonisch erreichbar.

Sind Sie der sportliche Typ, der es schafft auch am Berg den Gruppenschnitt zu übertreffen. Sie fahren in der geführten Gruppe ganz oder zeitweise mit und akzeptieren aus sportlicher Sicht ein weniger anspruchsvolles Fahren im Bewusstsein, sich für eine Gruppenreise entschieden zu haben.
Kürzere Anstiege fahren sie vorne in der Gruppe mit dem Rennradguide hinauf und warten am Scheitelpunkt auf den Rest der Gruppe. Bei längeren Anstiegen/Pässen fahren Sie Ihr eigenes Tempo und warten am Scheitelpunkt/Pass auf den Rest der Gruppe und den Rennradguide,
der lange Anstiege hinten fährt, um weniger starke Teilnehmer zu unterstützen und die Gruppe für den Fall von Pannen/Unfällen vor sich zu haben.

Sie sind der „Ausdauertyp“ (siehe 3 Räder): Für diesen Fall fahren Sie engagiert in der Gruppe das Tempo mit, das unser Guide unter Berücksichtigung
der jeweiligen Teilnehmer vorgibt.

sehr leicht

Auch für ungeübte Rennradsportler geeignet – Diese Leistungsgruppe haben wir nur im Programm, wenn wir parallel eine Trekking-Radgruppe anbieten, der Sie sich jederzeit anschließen können.

leicht

Für ungeübte Rennradfahrer mit etwas Kondition – Sie wollen nicht dauerhaft angestrengt Rennrad fahren sondern mehr die frische Luft, Land, Leute und Kultur genießen. Für diesen Fall fahren Sie, wenn in der Rennradausschreibung 2 Kilometerangaben stehen, in der Regel die kürzere Tour. Das bedeutet aber auch, dass Sie Etappen teilweise mit dem Bus überbrücken.

mittel – mittelschwer

Für geübte Rennradfahrer mit etwas Kondition – Bei dieser Tour sollten Sie vielleicht schon ca. 300 bis 600 Kilometer in den Beinen haben. Tagesleistungen bis 100 Kilometer werden vorausgesetzt. Höhenmeter bis 1500 möglich. „Sie sind eher ausdauernd. Sie können/wollen dauerhaft 23-25 km/h in der Ebene fahren und 500-650 hm/h steigen.

hoch – schwer

Für geübte und trainierte Rennradfahrer mit Kondition und regelmäßiger Betätigung. Bei dieser Tour sollten Sie mindestens 1000 bis 1500 Kilometer in den Beinen haben, damit die Tour Spaß macht! Wir gehen davon aus, dass Sie locker 5 Stunden oder auch mehr im Sattel sitzen können. Bergfahrten ob hinauf und natürlich hinunter bereiten Ihnen keine
Schwierigkeiten. Tagesleistungen bis zu 150 Kilometer sind hier keine Frage…Passerfahrung zwingend, Sie sollten in der Lage sein längere Steigungen mit min. 8/10 km/h zu fahren, Rennrad erforderlich, Fahren in der Gruppe wird erwartet, auch Windschattenfahren sollte kein Problem sein. Höhenmeter bis 2000 ab und zu auch darüber möglich. „Sie sind eher sportlich. Sie können/wollen dauerhaft 26-27 km/h in der Ebene fahren und 650-800 hm/h steigen.“

schwer – sehr schwer

Für ambitionierte Hobbysportler, mindestens 3 x wöchentliches Training wird vorausgesetzt. Hier gehen wir davon aus, dass 2000 Trainingskilometer als „Maßstab“ absolviert haben. Ebenso sollten Ihnen 6 bis 8 Stunden im Sattel richtig Spaß machen. Dann sind Sie hier richtig. Bergfahrten sind für Sie kein Thema. Hauptsache bergauf! Tagesleistungen bis 150 – aber auch darüber hinaus sind „normal“. Passerfahrung zwingend, Sie sollten in der Lage sein längere Steigungen mit min. 9/10 km/h zu fahren, Rennrad erforderlich, Fahren in der Gruppe wird erwartet, auch Windschattenfahren sollte kein Problem sein. Höhenmeter bis 3000 ab und zu auch darüber möglich. „Sie sind eher leistungsorientiert. Sie können/wollen dauerhaft 28 km/h und mehr auf der Ebene fahren und 800 hm und mehr in der Stunde steigen. „

Wenn Sie nicht die von uns vorgeschlagenen Kilometer haben, dann ist das oft kein Beinbruch, denn viele unserer Teilnehmer gehen regelmäßig zum Joggen und im Winter zum Langlaufen bzw. Skaten. Oder fahren sportiv Inliner. Dies ist eine gute Ergänzung zum Radsport, die sich natürlich in der Fitness wieder spiegelt.
Die Kilometerangaben bei den Schwierigkeitsgraden sind natürlich bei unseren Trainingslagern insbesondere im Frühjahr nicht so sehr wichtig. Sie gehen ja ins Trainingslager um Kilometer zu machen und um fit zu werden. Aber dennoch sollten Sie eine Jahresleistung der angegebenen Kilometer regelmäßig erreichen.