Reisebericht – mit dem Fahrrad durch das Trentino, Valsugana und Südtirol

Acht Tage zwischen Levicosee - Caldonazzosee, Dolomiten, historischen Kurorten und Südtiroler Radwegen Manchmal entdeckt man eine Reiseregion, bei der man sich schon nach wenigen Tagen fragt: Warum waren wir eigentlich nicht schon früher hier?

So ging es uns im Trentino und ganz besonders in der Valsugana. Wir waren acht Tage und sieben Nächte unterwegs und hatten unsere Fahrräder natürlich dabei. Unser Standort war Levico Terme – ein traditionsreicher Kurort zwischen dem Levicosee und dem Caldonazzosee.

Von hier aus haben wir die Region intensiv mit dem Fahrrad erkundet. Wir wollten dabei nicht nur möglichst viele Kilometer fahren. Uns interessieren auf unseren Reisen genauso die Landschaft, kleine Orte, Kirchen und Burgen, die Geschichte einer Region – und natürlich ein schöner Platz für einen Cappuccino oder ein gutes italienisches Essen.

Gerade dafür ist die Valsugana ideal. 
Und weil wir die Reise selbst gefahren sind, konnten wir unterwegs ausprobieren, welche Strecken sich wirklich für eine spätere Launer-Radreise eignen. Dabei haben wir auch Wege kennengelernt, die wir unseren Gästen gerade nicht zumuten würden.

Tag 1 – Vom Brenner mit dem Fahrrad nach Südtirol

Unsere Reise begann zunächst ganz bequem mit unserem Kleinbus ab Wört. Doch bereits am Brenner war Schluss mit Sitzen: Fahrräder ausladen und ab in den Sattel.

Vom Brennerpass führt der Radweg durch das Eisacktal überwiegend bergab nach Südtirol. Gerade für den ersten Urlaubstag ist diese Strecke wunderbar. Man ist sofort mitten in der Bergwelt und bekommt schon nach wenigen Kilometern dieses besondere Gefühl, tatsächlich mit dem Fahrrad nach Italien hineinzufahren.

Über Sterzing führte unsere Strecke weiter Richtung Brixen und Klausen. Sterzing mit seinen bunten Bürgerhäusern und Brixen mit seinem Dom und der historischen Altstadt lohnen sich für eine Pause.

Danach ging es weiter ins Trentino zu unserem Standorthotel in Levico Terme.

 

Piazza della Chiesa vor der Chiesa del Santissimo Redentore

Damit hatten wir schon am ersten Tag das erreicht, was wir an Radreisen besonders mögen: Die Anreise ist nicht einfach nur notwendige Fahrt zum Urlaubsort – die Reise beginnt bereits unterwegs auf dem Fahrrad.

Levico Terme – unser Zuhause für die nächsten Tage

Levico Terme gefiel uns auf Anhieb.

Der Ort liegt etwas oberhalb des Levicosees und hat sich viel von der Atmosphäre eines alten Kurortes erhalten. Seine große Zeit erlebte Levico während der Habsburgermonarchie. Noch heute erinnern der große Kurpark und zahlreiche Gebäude an diese Epoche.

Besonders schön fanden wir die Abende rund um die Piazza della Chiesa vor der Chiesa del Santissimo Redentore. Während unseres Aufenthalts gab es dort immer wieder Musik. Einmal hörten wir in der Kirche ein klassisches Chorkonzert, während draußen Jazz, Rock und Unterhaltungsmusik gespielt wurden.

Die Menschen saßen auf den Treppen vor der Kirche, unterhielten sich und genossen den Abend. 

Italienisches Lebensgefühl, wie wir es mögen.

Auch der montägliche Markt gehört für uns zu Levico. Zwischen Marktständen, Einkaufstaschen und den Cafés erlebt man noch ein Stück des Italiens, das wir von unseren Reisen vor 30 oder 40 Jahren kennen. Direkt dahinter beginnt der wunderschöne historische Kurpark.

Tag 2 – Levicosee, Caldonazzosee und Castel Pergine

Unsere erste große Erkundungstour führte uns rund um die beiden Seen.

Vom Levicosee ging es zunächst hinauf nach Ischia. Danach führte uns eine schöne Strecke weiter Richtung Pergine. Schon aus einiger Entfernung tauchte über uns das mächtige Castel Pergine auf.

Die Burg thront weithin sichtbar über dem Tal. Wir umrundeten den Burgberg und fuhren anschließend hinein nach Pergine Valsugana. Das Städtchen besitzt einen typisch italienischen Hauptplatz, kleine Geschäfte und natürlich Cafés – also genau richtig für eine Pause.

Anschließend erreichten wir den Caldonazzosee.

Ein wunderschöner Radweg führte uns am See entlang und schließlich durch ausgedehnte Apfelplantagen wieder zurück nach Levico Terme. Rund 30 Kilometer und etwa 500 Höhenmeter kamen an diesem Tag zusammen.

Keine extreme Tour – dafür eine herrliche Mischung aus Landschaft, See, kleinen Orten und Geschichte.

Castel Pergine – die Burg thront weithin sichtbar über dem Tal

Der Levicosee – im Sommer ein herrliches Badeparadies

Ein Tag ohne Fahrrad – zu Fuß um den Levicosee

Auch bei einer Fahrrad-Erkundungs-Reise müssen wir nicht jeden Tag auf dem Fahrrad sitzen.

An einem Tag war das Wetter nicht ganz so ideal zum Radfahren. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg und umrundeten den Lago di Levico.

Der Weg führt größtenteils durch Wald und Schatten. Gerade an heißen Sommertagen ist das angenehm. Am See sieht man zahlreiche Angler, kleine Badeplätze und immer wieder schöne Ausblicke aufs Wasser.

Unsere Runde hatte ungefähr 10 Kilometer und 300 Höhenmeter.

Eine schöne Erkenntnis für unsere Reiseplanung: Selbst wenn das Fahrrad einmal stehenbleibt, wird es in Levico nicht langweilig.

Castello del Buonconsiglio – Trient

Mit dem Fahrrad nach Trient – auf den Spuren des Konzils

Einer unserer kulturellen Höhepunkte war die Radtour nach Trient.

Über Caldonazzo und kleinere Straßen näherten wir uns der Stadt. Schon bei der Einfahrt fällt das mächtige Castello del Buonconsiglio auf. Jahrhundertelang residierten hier die Fürstbischöfe von Trient.

Weltgeschichte geschrieben wurde in Trient aber vor allem zwischen 1545 und 1563.

Damals tagte hier das berühmte Konzil von Trient. Die katholische Kirche reagierte damit auf die Reformation und stellte wichtige Weichen für die folgenden Jahrhunderte.

Natürlich stellten wir unsere Fahrräder nicht einfach irgendwo ab und liefen weiter. Wir fuhren damit mitten hinein in die historische Altstadt. Und plötzlich standen wir mit unseren Rädern auf der Piazza Duomo.

Piazza del Duomo  mit dem Dom San Vigilio und der Neptunbrunnen von Trient

Trient oder Trento – hat uns wirklich begeistert. Direkt auf dem Domplatz konnten wir unsere Fahrräder abstellen. In vielen italienischen Städten werden wir Radfahrer bereits diskriminiert und dürfen nicht mehr in die Zentren fahren. In Trento sind wir willkommen. 

Kirche Santa Maria Maggiore – ist neben dem Dom von Trient eine berühmte Kirche

Besonders beeindruckt hat uns neben dem Dom die Kirche Santa Maria Maggiore. Auch sie spielte während des Konzils eine wichtige Rolle. Im Inneren befindet sich eine Darstellung einer damaligen Konzilssitzung – wenn man davorsteht und die vielen versammelten kirchlichen Würdenträger betrachtet, bekommt man eine Vorstellung davon, welche Bedeutung Trient damals für Europa hatte.

Nach unserem Stadtaufenthalt folgten wir zunächst ganz entspannt dem Etschradweg Richtung Süden.

Danach hieß es allerdings wieder: bergauf.

Über kleine Straßen arbeiteten wir uns zurück Richtung Valsugana. Am Ende standen etwa 47 Kilometer und 970 Höhenmeter auf dem Tacho. Ein anstrengender, aber großartiger Tag.

Valsugana-Radweg – manchmal ist Umkehren die beste Entscheidung

Am nächsten Tag wollten wir Richtung Borgo Valsugana und Arte Sella fahren.

Dabei machten wir eine Erfahrung, die für unsere spätere Reiseplanung mindestens genauso wichtig war wie die schönsten Radwege.

Wir gerieten auf einen Forstweg, der zunächst noch machbar aussah. Doch der Weg wurde immer steiler und schlechter. Teilweise lagen große Steine auf der Strecke und die Steigung ging stellenweise deutlich über 20 Prozent.

Ein erfahrener Mountainbiker, den wir unterwegs trafen, bestätigte uns, dass es weiter oben noch schwieriger werden würde.

Also machten wir das einzig Vernünftige: Wir drehten um.

Der Valsugana-Radweg bzw. Brenta-Radweg ist phantastisch ausgebaut. Hier macht Radfahren wirklich Spaß.

So erreichten wir schließlich Borgo Valsugana, wo wir uns im historischen Zentrum einen schattigen Platz für unsere Pause suchten.

Für unsere geplante Launer-Reise war diese Erfahrung Gold wert. Wir testen unsere Strecken selbst – und wenn uns etwas nicht gefällt, suchen wir eine bessere Lösung. Und diese ist nun so, dass wir von Borgo hinauf fahren – auf besten Wegen nach Arte Sella. 

Auf der „Straße der Herrschaften“ nach Vetriolo Terme

Eine der interessantesten Touren unserer Reise führte uns hoch über Levico.

Unser Ziel war Vetriolo Terme.

Das Thermalbad von Vetriolo Terme – Wir haben erfahren, dass es geplant ist, es wieder zu eröffnen

Eine der interessantesten Touren unserer Reise führte uns hoch über Levico.

Unser Ziel war Vetriolo Terme.

Bereits 1814 entstand dort oben ein erstes Thermalbad. Später kamen wohlhabende Kurgäste aus der Habsburgermonarchie mit der Eisenbahn nach Levico und wurden anschließend mit Pferdekutschen auf rund 1.500 Meter Höhe gebracht.

Die alte Bergstraße trägt deshalb bis heute einen passenden Namen:

Strada dei Siori – die Straße der feinen Herrschaften.

Wir hatten allerdings keine Pferdekutsche. Wir hatten unsere Fahrräder. Zum Glück mit elektrischer Unterstützung, denn die Steigung erreicht auf einzelnen Abschnitten etwa 16 bis 18 Prozent.

Oben angekommen fanden wir einen Ort, der ein wenig aus der Zeit gefallen scheint. Alte Kuranlagen und Gebäude erzählen von der großen Vergangenheit Vetriolos. Gleichzeitig gibt es Anzeichen dafür, dass der traditionsreiche Höhenkurort wiederbelebt werden soll. Gerade solche Orte lieben wir. Nicht perfekt herausgeputzt und touristisch durchorganisiert – sondern Orte, bei denen man noch etwas entdecken kann.

Die anschließende Fahrt durch die Bergwelt des Lagorai machte diesen Tag zu einem unserer besonderen Erlebnisse.

Die Kaiserjägerstraße – ein Ziel für unsere nächste Radreise

Eine Straße hatten wir ebenfalls fest auf unserer Liste: die berühmte Kaiserjägerstraße, italienisch Strada del Menador.

Die historische Militärstraße führt spektakulär durch die Felswände oberhalb des Caldonazzosees. Auf wenigen Kilometern werden fast 900 Höhenmeter überwunden.

Während unseres Aufenthalts konnten wir sie allerdings nicht befahren, denn die Straße war wegen umfangreicher Bauarbeiten vollständig gesperrt. Das haben wir bei unserer Reiseplanung entsprechend berücksichtigt.

Unser Wirt im Hotel hat uns von der Tour Bilder gezeigt und auch den Verlauf. Selbstverständlich werden wir diese Tour deshalb bei unserer neuen Radreise in 2027 im Programm haben. .

Traumhafte Aussichten im Bereich der Kaiserjägerstraße können wir Euch heute schon versprechen. 

Zum Abschluss: Mit dem Fahrrad durchs Vinschgau bis zum Reschensee

Nach den Tagen im Trentino hieß es Abschied nehmen von Levico Terme. Aber einfach in den Bus setzen und nach Hause fahren? Das wäre für uns kein richtiger Abschluss gewesen. Also ging es zunächst nach Meran und von dort noch einmal mit den Fahrrädern hinaus ins Vinschgau. Diese Landschaft ist wie geschaffen fürs Radfahren: Obstplantagen, kleine Südtiroler Dörfer, Burgen an den Berghängen und ringsum die mächtige Bergwelt. Kilometer um Kilometer arbeiteten wir uns das Tal hinauf. Unser Ziel lag schließlich ganz oben am Reschensee. Und dort steht eines der bekanntesten Fotomotive Südtirols: der alte Kirchturm von Graun, der aus dem Wasser des Stausees ragt.

Nach einer Woche voller Seen, Berge, Burgen, Kirchen, Kurorte und vieler Fahrradkilometer war das ein passender Schlusspunkt unserer Reise.

Radreise Deutschland Österreich Italien Via Claudia Augusta, Kirchturm der "versunkenen" Kirche von Graun aus dem Reschensee ragend

Der Reschensee mit seinem berühmten Kirchturm ist weltberühmt und unser Endziel auf dieser Reise

Unser Fazit nach acht Tagen

Das Trentino und besonders die Valsugana rund um Levico Terme haben uns überrascht. Die Region ist touristisch erschlossen, wirkt aber vielerorts wesentlich ursprünglicher als manche bekannten Feriengebiete der Alpen. Innerhalb weniger Kilometer wechseln sich Seen, Obstplantagen, historische Städte, einsame Bergstraßen und kleine italienische Ortschaften ab.

Für uns Radfahrer kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: Man kann hier sehr unterschiedliche Touren miteinander verbinden. An einem Tag gemütlich am See entlang, am nächsten hinauf auf 1.500 Meter. Heute Cappuccino auf einer italienischen Piazza, morgen auf den Spuren der Habsburger zu einem alten Kurort.

Und mit Brenner und Eisacktal zum Auftakt sowie Meran, Vinschgau und Reschensee zum Abschluss lässt sich daraus eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Radreise zusammenstellen. Genau deshalb haben wir uns nach unserer Erkundung entschieden: Diese Region möchten wir auch unseren Gästen von Launer-Reisen zeigen.

Aus unseren eigenen Touren, Erfahrungen und auch den kleinen Umwegen, die nicht funktioniert haben, ist eine neue Radreise entstanden:

Radreise Trentino – Valsugana & Südtirol

Mit der Landkarte hast Du eine kleine Vorstellung über diese Reise. 

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Rad

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Gruppenreisen. Das heißt hier reisen Sie in einer Gruppe und werden von einem Guide geführt. Die Gruppengröße variiert je nach Reise.

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Individual Reisen. Das heißt hier navigieren Sie sich selber auf der Radtour ohne Guide und ohne Gruppe. 

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind für ein E-Bike bzw. Pedelec geeignet. Das heißt, hier können Sie entweder Ihr eigenes E-Bike mitnehmen oder ein E-Bike mieten.

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind für Fahrräder ohne Elektro-Unterstützung  geeignet. Das heißt, hier können Sie entweder Ihr eigenes Fahrrad mitnehmen oder ein Fahrrad mieten

Schwierigkeitsgrad

sehr leicht
Auch für ungeübte Radler.

leicht
Für ungeübte Radler mit etwas Kondition.

mittel - mittelschwer
Für geübte Radler, mit etwas Kondition.

hoch - schwer
Für geübte Radler mit regelmäßiger Betätigung.

schwer - sehr schwer
Für Hobbysportler, mindestens 3 x wöchentliches Training.

Wandern

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Schwierigkeitsgrad

sehr leicht
Auch für ungeübte Wanderer.

leicht
Für ungeübte Wanderer mit etwas Kondition.

mittel
Für geübte Wanderer, mit etwas Kondition.

hoch
Für geübte Wanderer mit regelmäßiger Betätigung.

schwer
Für Hobbysportler, mindestens 3 x wöchentliches Training.

Mountainbike - MTB

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Schwierigkeitsgrad

Level 1 – Einsteiger

  • Tagesleistung und Kondition: < 80 km, < 1500 Hm:
  • Fahrzeit: Bis zu 4 Stunden solltest Du schon im Sattel sitzen können
  • Gelände: Diese Touren finden oft auch schon im alpinen Bereich statt.
  • MTB-Fahrtechnik: Leicht: Auch als Anfänger schaffst Du das. Du solltest Wiesenwege, Schotterstraßen und auch gut ausgebaute Wanderwege fahren können. Kleine Hindernisse wie Stufen, oder eine hervorstehende Wurzel kann vorkommen. Über Wasserrinnen zu fahren erfordert Deine Aufmerksamkeit.
  • Kurven: Die Kurven sind im Normalfall leicht zu nehmen.
  • Gefälle und Steigung: Gut zu meistern. Wenn es mal steil wird Beispielweise 70% dann haben wir minimale Schiebestrecken.

Level 3 – Könner

  • Tagesleistung und Kondition: < 100 km, < 2100 Hm: Gute körperliche Fitness setzen wir voraus. Bis zu 600 Höhenmeter (aufwärts) in einer Stunde sollten Sie schaffen. Ein regelmäßiges Training ist notwendig, dass Sie Freude an der Tour haben.

  • Fahrzeit: Zwischen 3 bis 5 Stunden im Sattel sitzen können sollten Dir keine Probleme bereiten.

  • Gelände:  Meist alpines Gelände – Da wo Mountainbiken Spaß macht. Im Mittelgebirge oder Gebirge.

  • MTB-Fahrtechnik: Mittel bis schwer: Du solltest Dein Fahrrad schon gut im Griff haben. Wir gehen davon aus, dass Du im Jahr mit Deinem MTB im Gelände mindestens 1000 und mehr Kilometer fährst. Über Steine, Geröll, Wurzeln, Stufen und Treppen zu fahren machen Dir Spaß. Auch die Trailabfahrten erfordern hohe Konzentration und Kraft.

  • Kurven: mit engen Kurven wie Spitzkehren ist oft zu rechnen.  

  • Gefälle und Steigung: Anstiege auch mal 2 Stunden am Stück zu fahren ist für Sie keine „Überleistung“. Das Fahrrad schieben oder tragen stellt ebenso kein Problem für Sie da, wenn es zu steil aufwärts oder abwärts geht.

Level 4 – „Profis“

  • Tagesleistung und Kondition: > 100 km, > 2500 Hm: Sehr gute körperliche Fitness setzen wie voraus. 600 Höhenmeter (aufwärts) und vielleicht noch darüber innerhalb einer Stunde stellt für Sie kein Problem dar. Zur Kondition sei zu sagen: Natürlich sind wir keine Mountainbike-Profi-Sportler. Aber unser Anspruch ist schon hoch. Ein regelmäßiges Training auch im Winter ist notwendig, damit Sie Freude an der Tour haben.

  • Fahrzeit: Zwischen 4 bis 7 Stunden im „Sattel“ bzw. mit dem Rad im Gelände zu sein sollte Ihnen keine Probleme bereiten.

    Gelände:  Alpines Gelände – Da wo Mountainbiken Spaß macht. Im Mittelgebirge oder Gebirge. Mit Geröll, schweren Steinblöcken, Stufen, Spitzkehren, umgefallene Bäume, Hindernisse jeglicher Art usw. kennen Sie sich aus.

  • MTB-Fahrtechnik: Schwer bis sehr schwer: Du solltest Dein Fahrrad bestens im Griff haben. Wir gehen davon aus, dass Du im Jahr mit Deinem MTB im Gelände mindestens 1500 und mehr Kilometer fährst. Über Steine, Geröll, Wurzeln, Stufen und Treppen zu fahren machen Dir Spaß. Auch die Trailabfahrten erfordern hohe Konzentration und Kraft. Extreme Steilrampen bei denen auch das Kettenblatt aufsitzt kommen vor. Tragestrecken sind ebenso logisch und dabei.

  • Kurven: Mit engen Kurven wie Spitzkehren ist oft zu rechnen. Ob rauf oder runter. Fahrtechnik ist gefordert!

  • Gefälle und Steigung: Anstiege auch mal länger wie 2 Stunden am Stück zu fahren ist für Sie keine „Überleistung“. Das Fahrrad schieben oder tragen stellt ebenso kein Problem für Sie da, wenn es zu steil aufwärts oder abwärts geht. Verblockte Trails, Felsbrocken, Erdrutsche sind Herausforderungen, die Ihnen Spaß machen.

Wir weisen darauf hin, dass eine 100% exakte Klassifizierung nicht möglich ist. Mit unseren Einteilungen können Sie sich eine Vorstellung machen, was Sie erwartet. Sollten Fragen offen sein, dann rufen Sie uns bitte an.

Rennrad

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Gruppenreisen. Das heißt hier reisen Sie in einer Gruppe und werden von einem Guide geführt. Die Gruppengröße variiert je nach Reise.

Alle Reisen, die mit diesem Symbol versehen sind, sind Individual Reisen. Das heißt hier navigieren Sie sich selber auf der Radtour ohne Guide und ohne Gruppe. 

Unsere Leistungsprofile sollen es Ihnen ermöglichen, einzuschätzen, ob Sie in der Lage sind, diese Rennradreise körperlich zu schaff en. Mit Ihrer Buchung melden Sie sich zu einer geführten Gruppen-Radreise an. Wir betonen hier die Gruppendynamik. In der Regel begleitet ein Rennradguide unsere geführten Rennradtouren. Der Rennradguide orientiert sich am Leistungsvermögen der jeweiligen Gruppenmitglieder. Dieses kann je nach Gruppe mehr oder weniger hoch sein. Der Guide ist immer bestrebt, die in der Ausschreibung genannten Touren durchzuführen und hinsichtlich des gefahrenen Tempos den bestmöglichen Kompromiss zu finden.

Sind Sie ein äußerst starker Radfahrer. Dann kann Ihnen das gefahrene Tempo möglicherweise zu langsam sein. Wir wollen Sie nicht ausbremsen und empfehlen daher äußerst starken Radfahrern Folgendes:
Sie sollten im Besitz eines Navigationsgerätes sein und evtl. auch von Kartenmaterial (min. 1:200.000). Mit den von Launer-Reisen zur Verfügung gestellten GPX-Dateien können Sie Ihrem Fahrspaß frönen und alleine oder mit ähnlich starken Fahrern vorweg fahren. Unser Rennradguide weist Sie zu Etappenbeginn in die Strecke mit Bushaltepunkten, Verpflegungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Ziel (Hotel oder Busverladepunkt) ein. Rennradguide und Busfahrer sind – wenn nötig und Telefonnetz vorhanden – telefonisch erreichbar.

Sind Sie der sportliche Typ, der es schafft auch am Berg den Gruppenschnitt zu übertreffen. Sie fahren in der geführten Gruppe ganz oder zeitweise mit und akzeptieren aus sportlicher Sicht ein weniger anspruchsvolles Fahren im Bewusstsein, sich für eine Gruppenreise entschieden zu haben.
Kürzere Anstiege fahren sie vorne in der Gruppe mit dem Rennradguide hinauf und warten am Scheitelpunkt auf den Rest der Gruppe. Bei längeren Anstiegen/Pässen fahren Sie Ihr eigenes Tempo und warten am Scheitelpunkt/Pass auf den Rest der Gruppe und den Rennradguide,
der lange Anstiege hinten fährt, um weniger starke Teilnehmer zu unterstützen und die Gruppe für den Fall von Pannen/Unfällen vor sich zu haben.

Sie sind der „Ausdauertyp“ (siehe 3 Räder): Für diesen Fall fahren Sie engagiert in der Gruppe das Tempo mit, das unser Guide unter Berücksichtigung
der jeweiligen Teilnehmer vorgibt.

Schwierigkeitsgrad

sehr leicht
Auch für ungeübte Rennradsportler geeignet - Diese Leistungsgruppe haben wir nur im Programm, wenn wir parallel eine Trekking-Radgruppe anbieten, der Sie sich jederzeit anschließen können.

leicht
Für ungeübte Rennradfahrer mit etwas Kondition - Sie wollen nicht dauerhaft angestrengt Rennrad fahren sondern mehr die frische Luft, Land, Leute und Kultur genießen. Für diesen Fall fahren Sie, wenn in der Rennradausschreibung 2 Kilometerangaben stehen, in der Regel die kürzere Tour. Das bedeutet aber auch, dass Sie Etappen teilweise mit dem Bus überbrücken.

mittel - mittelschwer
Für geübte Rennradfahrer mit etwas Kondition - Bei dieser Tour sollten Sie vielleicht schon ca. 300 bis 600 Kilometer in den Beinen haben. Tagesleistungen bis 100 Kilometer werden vorausgesetzt. Höhenmeter bis 1500 möglich. „Sie sind eher ausdauernd. Sie können/wollen dauerhaft 23-25 km/h in der Ebene fahren und 500-650 hm/h steigen.

hoch - schwer
Für geübte und trainierte Rennradfahrer mit Kondition und regelmäßiger Betätigung. Bei dieser Tour sollten Sie mindestens 1000 bis 1500 Kilometer in den Beinen haben, damit die Tour Spaß macht! Wir gehen davon aus, dass Sie locker 5 Stunden oder auch mehr im Sattel sitzen können. Bergfahrten ob hinauf und natürlich hinunter bereiten Ihnen keine Schwierigkeiten. Tagesleistungen bis zu 150 Kilometer sind hier keine Frage...Passerfahrung zwingend, Sie sollten in der Lage sein längere Steigungen mit min. 8/10 km/h zu fahren, Rennrad erforderlich, Fahren in der Gruppe wird erwartet, auch Windschattenfahren sollte kein Problem sein. Höhenmeter bis 2000 ab und zu auch darüber möglich. „Sie sind eher sportlich. Sie können/wollen dauerhaft 26-27 km/h in der Ebene fahren und 650-800 hm/h steigen.“

schwer - sehr schwer
Für ambitionierte Hobbysportler, mindestens 3 x wöchentliches Training wird vorausgesetzt. Hier gehen wir davon aus, dass 2000 Trainingskilometer als „Maßstab“ absolviert haben. Ebenso sollten Ihnen 6 bis 8 Stunden im Sattel richtig Spaß machen. Dann sind Sie hier richtig. Bergfahrten sind für Sie kein Thema. Hauptsache bergauf! Tagesleistungen bis 150 - aber auch darüber hinaus sind „normal“. Passerfahrung zwingend, Sie sollten in der Lage sein längere Steigungen mit min. 9/10 km/h zu fahren, Rennrad erforderlich, Fahren in der Gruppe wird erwartet, auch Windschattenfahren sollte kein Problem sein. Höhenmeter bis 3000 ab und zu auch darüber möglich. „Sie sind eher leistungsorientiert. Sie können/wollen dauerhaft 28 km/h und mehr auf der Ebene fahren und 800 hm und mehr in der Stunde steigen. „

Wenn Sie nicht die von uns vorgeschlagenen Kilometer haben, dann ist das oft kein Beinbruch, denn viele unserer Teilnehmer gehen regelmäßig zum Joggen und im Winter zum Langlaufen bzw. Skaten. Oder fahren sportiv Inliner. Dies ist eine gute Ergänzung zum Radsport, die sich natürlich in der Fitness wieder spiegelt.

Die Kilometerangaben bei den Schwierigkeitsgraden sind natürlich bei unseren Trainingslagern insbesondere im Frühjahr nicht so sehr wichtig. Sie gehen ja ins Trainingslager um Kilometer zu machen und um fit zu werden. Aber dennoch sollten Sie eine Jahresleistung der angegebenen Kilometer regelmäßig erreichen.