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Das weiße Haus macht
Druck, um einen Internet-Scherz zu stoppen: Wer nach Versagern sucht, stößt
auf die Biografie von US-Präsident George Bush. Wer seit Wochen im
Internet die miserablen Versager sucht und zum Beispiel bei der
Suchmaschine Google die Worte „miserable failure“ (miserablen
Versager) eingibt bekommt mehrere Tausend Resultate. An der Spitze der
ellenlangen Liste steht der Name George W. Bush. Der Gag, über den sich
Mitglieder der demokratischen Opposition sowie viele Kritiker des Präsidenten
herrlich amüsieren, geht auf das Konto des Computerprogrammierers George
Johnston aus Bellevue im US-Bundesstatt Washington. Er ist vehementer
Kriegsgegner und lehnt die Irak-Politik ab. Auf seiner eigenen Seite
stellte Johnston eine Verbindung zwischen der abschätzigen Bezeichnung
und der Internetadresse des Weißen Hauses her. Er empfahl anderen
Kriegsgegnern ebenfalls einen so genannten Link einzurichten. Mindestens
40 Webseiten in Amerika bezeichnen den Präsidenten nun als miserablen
Versager. Nach den Suchkriterien von Google reicht das aus, um Bush den
Spitzenrang zu bescheren. Google wurde gebeten,
Software und Suchkriterien anzupassen, damit sich derartige Scherze nicht
wiederholen. Doch die Firma winkte ab, das gehe gegen die Gesetze des
freien Marktes, meinte Google. Keinesfalls sei dies aber als
Misstrauensvotum gegenüber Bush zu verstehen. Bericht aus der Schwäbischen Post vom 8.1.03 (gekürzt) Schreiber: Peter de Thier, Washington
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© 2004 Paul Launer |
Letzte Bearbeitung: 2004-01-26 - |
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